Symposium 2010

Zupfmusik zwischen Laikalisierung und Professionalisierung

Interdisziplinäre Tagung der Zeitschrift Phoibos
Wissenschaft – Didaktik – Interpretation
Passau, 26. – 28. März 2010

Die Zeitschrift Phoibos veranstaltete im März 2010 eine Tagung zum Thema „Zupfmusik zwischen Laikalisierung und Professionalisierung“. In ihrem Rahmen wurde die spannungsgeladene Existenz der gegenwärtigen Zupfmusik und ihrer historischen Vorformen zwischen den beiden sehr unterschiedlich orientierten Polen aus verschiedenen Blickwinkeln diskutiert (ausführliche Beschreibung der Konzeption s.u.).
Die Tagung hatte zu Ziel, für den bislang wenig erforschten Gegenstand laienmusikalischer und professioneller Zupfmusik Schlaglichter zu setzen und im interdisziplinären Austausch auch weiterführende Arbeitsfelder zu umreißen, sie sollte aber nicht zuletzt auch Berührungsängste zwischen den praktischen und wissenschaftlichen Disziplinen abzubauen helfen.
Die Tagung wurde gefördert von den Passauer Saiten 2010 (ausführliches Programm der Passauer Saiten s.u.).

Tagungsort: Universität Passau, Nikolakloster, Raum 111

Tagungsplan:

FREITAG, 26. MÄRZ 2010

PANEL I: INSTITUTIONELLE MUSIKPOLITIK UND LAIENMUSIK

14.45-15.00: Begrüßung
15.00-15.45: Stefanie Rauch (Detmold): Musizieren | Rezipieren | Realisieren – Zur Bedeutung des ‚dritten Lebensabschnitts’ für die deutsche ZupfMusiklandschaft
15.45-16.00: Kaffee
16.00-16.45: Silvan Wagner (Bayreuth): Laikalisierung als Bedrohung der (Zupf-)Musik?
16.45-17.30: Thomas Nytsch (Rom/Berlin): Öffentliche Kommunikation von Zupfmusik
18.00: Abendessen
19.30: Abendkonzert: Maximilian Mangold/Gitarre, Mirjam Schröder/Harfe

SAMSTAG, 27. MÄRZ 2010

PANEL II: BLICK ÜBER DEN TELLERRAND: INTERNATIONALE ZUPFMUSIK

9.15-10.00: Michael Reichenbach (Freiburg): Chris Thile und die Nachwuchsstars der Mandoline in den USA
10.00-10.45: Jürgen Schwenkglenks (Passau): Popularmusik zwischen Laientum und Profitum am Beispiel des brasilianischen Choro
10.45-11.30: Hanna Walsdorf (Heidelberg): Der königliche Dilettant. Ludwig XIV und die Barockgitarre
12.00: Mittagessen
14.00-15.30: Eberhard Kummer (Wien): Gesprächskonzert
15.30-16.00: Kaffee

PANEL III: LAIKALISIERUNG UND PROFESSIONALISIERUNG AM ANFANG DER DEUTSCHEN ZUPFMUSIKBEWEGUNG

16.00-16.45: Joachim Tautz (Oldenburg): Der Deutsche Arbeiter Mandolinisten-Bund: Proletarische Identität und kulturelle Praxis
16.45-17.30: Andreas Stevens (Hilden): Das Fachzeitschriftentum für Gitarre als Schnittstelle zwischen professionellem Anspruch und Liebhabertum
18.00: Abendessen

SONNTAG, 28. MÄRZ 2010

PANEL IV: INSTRUMENTALDIDAKTIK UND TONSATZ

9.15-10.00: Peter Johnen (Wuppertal): Didaktik der Mandoline – (nicht) mehr als Violingriffarten und ein paar Anschlagstechniken?
10.00-10.45: Michael Ofenböck (Salzburg): Spielen nach Zahlen. Die Griff- und Akkordschriften für die fünfchörige Guitarra española
10.45-11.45: Benjamin Lang (Osnabrück): Komponieren für Gitarre – Im Spannungsfeld zwischen Reproduktion und Negierung
12.00: Mittagessen
13.00-14.00: Abschlussgespräch

Wir bedanken uns herzlich für die interessanten Beiträge, deren engagierte Präsentation, die fruchtbaren Diskussionen und für das angenehme Arbeitsklima!

Die Tagung wird in der Ausgabe 2/2010 dokumentiert.